Wärmebrücken bei Miete

Der Fall:

Hier sind es gleich zwei Fälle die beim BGH landeten. In beiden Fällen bezogen Mieter Wohnungen in Häusern die mit den Baujahren 1968 und 1971 nicht den heutigen Standards entsprechen. Sie minderten dann die Miete und verlangten einen Vorschuss für die Durchführung von Dämmarbeiten, weil aufgrund vom Wärmebrücken in den Außenwänden eine Gefahr von Schimmelbildung bestand. Diese wurde von den Vermietern auch nicht bestritten. Sie war seit Errichtung der Häuser gegeben. Grund war, dass nach den damaligen Bauvorschriften die Wärmebrücken in Ordnung waren. Diese damaligen Vorschriften waren alle eingehalten worden.

Die Entscheidung:

Die Berufungsgerichte ließen diese Argumentation nicht gelten. Demnach gäbe es einen Mindestsandard an zeitgemäßen Wohnens der den Vermieter verpflichtete Dämmmaßmnahmen zu treffen. Der BGH allerdings hat an seiner bisherigen Linie festgehalten. Danach ist ein Mangel nur gegeben, wenn gegen die Vorschriften verstoßen wurde, die zum Zeitpunkt der Errichtung gegolten haben.