Verlängerung der Elternzeit um das dritte Jahr nur mit OK des Arbeitgebers?

Der Fall:

Ein Vater hatte nach der Geburt des Kindes zwei Jahre Elternzeit genommen. Während dieser Zeit wollte er um ein drittes Jahr verlängern. Daher beantragte er die Verlängerung bei seiner Arbeitgeberin. Diese aber wollte nicht länger auf ihren Mitarbeiter verzichten und veweigerte die Zustimmung. Dagegen hat der Vater geklagt.

Das Urteil:

Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg hat zwar die Arbeitgeberin nicht verurteilt der Verlängerung zuzustimmen, aber der Vater darf sich trotzdem noch ein Jahr um seinen Sprößling kümmern. Nach Ansicht des Gerichts ist in diesem Fall nämlich gar keine Zustimmung nötig. Das BEEG bindet den Arbeitnehmer an seine Entscheidung nämlich nur für zwei Jahre. Danach, so das Gericht, solle er wieder frei entscheiden dürfen.

Ein Tipp:

Das Erfordnis den Arbeitgeber rechtzeitig über diese Planänderung zu informieren bleibt bestehen. Bleiben Sie also nicht einfach zu Hause, sondern schreiben Sie Ihrem Chef rechtzeitig, das heißt mindestens sieben Wochen vorher, an.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Das Gericht hat die Revision zum Bundesarbeitsgericht zugelassen.